
Am 15.12.2010 hat die rot-grüne Landesregierung mit Unterstützung der Linken die 2007 eingeführten Kopfnoten abgeschafft.
| Donnerstag, 22. Januar 2009 |
Auch in diesem Halbjahr werden wieder in unserem Arbeits- und Sozialverhalten benotet - wenn auch nur noch in drei Kategorien. Um zu zeigen, dass auch die Reduzierung auf "nur" drei Kopfnoten keine Verbesserung darstellt, im Gegenteil sogar noch schlimmer ist, lädt die LandesschülerInnenvertretung NRW am 23.01.2009 zur Protestaktion "Drei Kopfnoten gehen baden - Glücksspiel beim Schulministerium" ein. Beginn ist 12.30 Uhr vor dem Ministerium für Schule und Weiterbildung, Völklinger Straße 49 in Düsseldorf. Herzlich willkommen sind alle Schüler, Lehrer und Eltern, die gegen die Kopfnoten protestieren wollen. Selbstverständlich sind auch alle Mitarbeiter des Ministeriums eingeladen, die Kopfntoen baden gehen zu lassen.
10.000 gegen Kopfnoten |
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| Montag, 16. Juni 2008 | |
![]() LSV übergibt Unterschriften gegen Kopfnoten an den Landtag Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW überreichte den Landtagspräsidenten am Montag eine Unterschriftensammlung mit über 10.000 Unterstützern für die Abschaffung der Kopfnoten auf den Schulzeugnissen. Am Freitag ist eine Großdemo in der Landeshauptstadt. Nach dem Abi-Chaos hat die Landesregierung schon wieder Stress mit den Schülern. Diese reichten Anfang der Woche eine Petition gegen die Kopfnoten beim nordrhein-westfälischen Landesparlament ein. Am Donnerstag will der Landtag dazu über einen entsprechenden Gesetzentwurf abstimmen. Die Regierungsfraktionen bekundeten jedoch an den Bewertungen zum Arbeits- und Sozialverhalten in der aktuellen Form keine Änderungen vorzunehmen. Deswegen ruft die LSV zu einer Großdemonstration an diesem Freitag in der Landeshauptstadt auf. Der Protestzug soll um 14:00 Uhr vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof beginnen und mit einer Kundgebung vor dem Landtag enden. Johannes Struzek (18) aus dem Landesvorstand der LSV kritisiert vor allem die Sortierungsfunktion der sechs neuen Noten. „Einziger Zweck der Kopfnoten ist die Vorselektion für Unternehmen“, erklärt Struzek. Auch könne niemand sich und sein Verhalten „in einer Zahl von 1 bis 4 wieder finden“. Schülervertretung, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Landeselternkonferenz sehen in den Kopfnoten keine Verbesserung des Schülerverhaltens. Die Verbände beklagen den zusätzlichen Arbeitsaufwand und die Förderung von „Schleimerei“. ![]() 10.000 Unterschfiten |
Im Landtag forderte die Fraktion der SPD in einem Eilantrag die Rücknahme der Kopfnoten auf den Abgangs- und Abschlusszeugnissen. Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW begrüßte das Vorgehen der Opposition und macht mit weiteren Aktionen gegen die neuen Noten mobil.
Die Regierungsfraktionen verweigerten sich in der Debatte am Mittwoch den Vorschlägen der Opposition, bei den Bewertungen zum Arbeits- und Sozialverhalten „Schadensbegrenzung“ vorzunehmen, sowie die erhoffte Abschaffung der Kopfnoten auf Abschlusszeugnissen voranzutreiben. Dies löste bei den Schülerinnen und Schülern eine Mischung aus Frust und Protest aus. Den Ärger über die zusätzlichen Noten machte Horst Wenzel (19) aus dem Landesvorstand der SchülerInnenvertretung klar, "damit wird allen Jugendlichen, die sich den Lehrerinnen und Lehrern nicht untergeben, ein Leben lang ein hässlicher Stempel aufgedrückt". Zudem zielten diese Bewertungen nicht auf eine Besserung des Arbeits- und Sozialverhaltens ab, sondern auf „die Sortierung von jungen Menschen“. „Denn nichts ist für einen Unternehmer einfacher, als Bewerbungen zunächst nach Kopfnoten zu sortieren – und schon wird die Auswahl einfacher“ , erklärte der Schülervertreter.
Am 28. Mai wird es im Landtag eine öffentliche Anhörung zu den Problemen mit den Kopfnoten geben, zu der auch die Schülervertreter eingeladen wurden. Diese planen nun, möglichst viele Schülerinnen und Schüler dorthin zu mobilisieren, um ihrem Protest Ausdruck zu verschaffen. Zudem ruft die LSV NRW zu einer zweiten, großen Demonstration gegen Kopfnoten am 20. Juni in Düsseldorf auf. Horst Wenzel zieht als Resümee „Der Widerstand zunimmt und die Gegner der Kopfnoten werden nicht locker lassen“.
Zoff zwischen den Regierungsfraktionen und der Landesregierung. Klaus Kaiser, Fraktionsvorsitzender der CDU Landtagsfraktion will statt der sechs nur noch zwei Kopfnoten. Die Schulministerin will bei sechs bleiben. Der LSV Landesvorstand findet den Vorschlag „kein bisschen besser“ und kündigt erneute Aktionen gegen die neuen Noten an.

„Wir kämpfen weiter“, heißt es auf dem neuen Flyer, der zur Demonstration am 20. Juni aufruft. Diese soll diesmal mit einem anschließenden Konzert in der Landeshauptsstadt ausklingen. Bei besserem Wetter und genauso guter Stimmung, wie beim letzten Mal, will man die Schülerschaft auf die Straße bringen.
Über 10.000 Unterschriften sind für die Einreichung der Petition zur Abschaffung der Kopfnoten geplant. Davon sind nach ersten Zählungen schon gut zwei Drittel in der Landesgeschäftsstelle der LSV eingegangen. Die Kopfnoten-Gegner sammeln fleißig weiter und die Übergabe an die Landtagspräsidentin ist für Mitte Juni geplant, wenn voraussichtlich der Gesetzentwurf der Grünen-Fraktion behandelt wird. Dieser sieht vor, den Zwang zur Vergabe von Bewertungen zum Arbeits- und Sozialverhalten wieder aufzuheben und eine Angabe der Fehlstunden auf den Abschlusszeugnissen zu verbieten, damit wäre der vorherige Zustand wieder hergestellt.
Im Landesvorstand rechnet man damit noch mal einen Schwall von Unterschriften auf der 93. Landesdelegiertenkonferenz (LDK) am Wochenende von 30.05. bis 01.06. zu erhalten. Der Petitionszeitraum wird wahrscheinlich bis etwa einen Monat nach den Sommerferien dauern, bis dahin ist es noch möglich seine Stimme für die Petition abzugeben.
Am 28. Mai ist eine Anhörung zu diesem Gesetzentwurf der Opposition. Die LSV spricht dort und will jetzt möglichst viele Schüler zur Anhörung mobilisieren. „Diese dürfen dort nicht demonstrieren, sondern müssten in zivil kommen“, macht Johannes Strunzek (18) aus dem Landesvorstand klar. „So können wir noch einmal starken Einfluss nehmen auf die Entscheidung der Politiker“, erklärt er weiter.
Die Waldorfschulen sind kürzlich zu einer Anhörung eines Gesetzes, das ihre Schulform schlechter stellte, mit mehreren hundert Schülerinnen und Schülern erschienen. Die Landesregierung war verblüfft und ruderte um. Der Druck gegen die Kopfnoten könnte ähnlich groß werden, hofft die LSV. Erst recht, wenn sich die Konservativen im eigenen Lager zoffen und deswegen geht der Kampf weiter.
"Kopfnoten sind wie Pickel" hieß es in der auf der 91. LDK verabschiedeten Resolution gegen die eingeführten Vermerke auf den Zeugnissen. Die zusätzlichen Noten sind bei Schülern spürbar unpopulär und auch eine Mehrheit der Lehrer hat ein Problem damit. Die LandesschülerInnenvertretung hatte die Initiative ergriffen und zur großen Schülerdemonstration am 19. Januar nach Düsseldorf aufgerufen. "Die Demo war ein riesen erfolg! Es waren super viele SchülerInnen da.", erklärt Johannes Struzek aus dem Landesvorstand.
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